Das Rathaus wurde 1379 aus Holz, Lehm und Stroh erbaut. Beim großen Stadtbrand 1711 brannte es fast vollständig ab. Der Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1742 bis 1752 mit dem heimischen Naturstein Travertin. Riesige unterirdische Gewölbe verbindet das Rathaus mit einigen Häusern der Altstadt um im Mittelalter als Fluchtweg bei Bränden und Lagerstätten für Lebens- und Futtermittel zu dienen.
Justitia, Göttin der Gerechtigkeit, und ein Friedensengel sind als Figuren am Hauptportal des Gebäudes dargestellt. Rechts davon befinden sich die mittelalterlichen Maße für Elle und Fuß.
An der Westseite ist ein "Finnmännchen", der mittelalterliche Pranger für Fleischer zu sehen. Täglich um 12:00 und 18:00 Uhr ist ein Glockenspiel mit Figurenumlauf zu bewundern, das 1995 von Herrn Werner Tanhauer gestiftet wurde.
Vor dem Rathaus befindet sich der 1582 entstandene Rathausbrunnen mit den beiden Löwen-Figuren. Der schwarze Löwe symbolisiert den Staat Sachsen und hält Stadtwappen und Schwert gen Rathaus. Der silbern-rote symbolisiert Thüringen-Hessen und hält das Schild gen Sachsen. 1986 wurde der Brunnen umfassend rekonstruiert.
















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