Ein wirklich beeindruckendes Museum von Ohrdruf ist der Tobiashammer. Er ist um das Jahr 1480 als Eisen-, Draht- und Sichelhammer erbaut worden, so dass hier neben Sicheln, Sensen und Pflugscharen auch Ritterrüstungen und Schwerter produziert werden konnten.
Anfang des 16. Jahrhunderts konnten dann auch Geräte aus Kupfer wie Wasserkessel und Pfannen im Tobiashammer hergestellt werden. 1983 wurde der Tobiashammer nach fast dreijähriger Restaurationszeit als Schauanlage eröffnet, so dass heute fünf funktionstüchtige Fallhämmer, ein Walzwerk, Glutöfen und Poch- und Schleifwerk besichtigt werden können. Angetrieben wird die Anlage von vier Wasserrädern.Seit 1988 befindet sich auf dem Gelände eine stillgelegte Zwillings-Tandem-Reversier-Großdampfmaschiene. Sie hat eine Masse von 305 Tonnen und eine Leistung von 12.000 PS und stammt aus Unterwellenborn. Seit 1983 findet im Tobiashammer das jährliche Schmiedesymposium internationaler Künstler und Metallgestalter statt. Die aus diesen Events entstandenen Plastiken können im nahen Park besichtigt werden.
Über 100 Jahre lang hat die Bachfamilie als Organisten an der Michaeliskirche in Ohrdruf gewirkt. Im Laufe ihrer Geschichte brannte die Kirche zweimal ab und wurde jeweils wieder im Zeitgeschmack erneuert. Im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört blieb nur der Kirchturm erhalten, der als Wahrzeichens Ohrdrufs gilt. 1998/99 umfangreich saniert, steht er auch als Symbol für Ohrdruf als echte Bachstadt.
















Gebrauchtwagen und Ersatzteile finden oder inserieren.