Der Name für das Burgenensemble "Drei Gleichen" soll der Überlieferung nach entstanden sein, weil in einer Mai-Nacht des Jahres 1231 ein Kugelblitz alle drei Burgen auf einmal entzündet habe und sie wie lodernde Fackeln weit hinaus ins Land zu sehen waren. Wahrscheinlich aber gab eine der drei Burgen, die "Burg Gleichen" bei Wandersleben dem Gebiet seinen Namen.
Wachsenburg. Die Wachsenburg soll um 936 durch die Klosterabtei Hersfeld gegründet worden sein und hieß bis ins 16. Jahrhundert Wasserburg.
Sie hatte die Funktion einer Schutzburg und war Verwaltungszentrum. Zahlreich sind die kriegerischen Auseinandersetzungen, in die die Wachsenburg im Mittelalter verwickelt war und oft wechselten die Besitzer.
Von 1641 bis 1918 im Besitz Gothas erlebte die Burg zwischen dem 10. Jahrhundert und dem 17. Jahrhundert viele Kriege, die sie schwer kennzeichnete.
Sie war Sitz von Raubrittern, Gefängnis, Kriegs- und Erbbeute.Heute befinden sich neben der Burggaststätte auf der renovierten Wachsenburg auch ein modernes Hotel und ein Aussichtsturm.
Mühlburg. Die Mühlburg ist die älteste der drei Gleichen und entstand vor 704. Sie war im Besitz der Kirche und diente als Ausgangspunkt der Christianisierung Thüringens.
1355 wurde die Burg durch die Stadt Erfurt gekauft um die Handelsstraßen der Stadt zu sichern.
Zunehmend dem Verfall preisgegeben, da die Burg zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert oft Besitzer wechselte, künden heute nur noch der aus dem 13. Jahrhundert stammende Bergfried, die Reste von Mauerwerk und Grundmauern der Kapelle.
Wanderslebener Burg. Die Burg Gleichen entstand vermutlich im 11. Jahrhundert unter den Grafen Weimar-Orlamamünde. Auch sie war in Auseinandersetzungen um ihren Besitz verwickelt bis schließlich bis 1720 nur noch ein einzelner Beamter der Grafen Hatzfeld auf ihr wohnte.
Damit war auch ihr Verfall besiegelt. Schließlich sollte sie im ausgehenden Mittelalter als Wohnschloss ausgebaut werden, was aber aus ökonomischen Gründen nicht zu ende geführt wurde. Deswegen fehlen der typische Burgfried und nur das Herrenhaus wurde vollständig im Renaissancestil umgebaut.
Ab 1803 befand sich die Burg im Besitz Preußens und um den Abriss zu vermeiden gehörte sie ab 1811 zur Universität Erfurt. Erst in der Romantikerbewegung fanden sich Freunde, die die baufällige Burg erhalten wollten. Sie errichteten einen Aussichtsturm, von dem sich ein weiter Blick über die Thüringer Landschaft bietet.
Heute ist auf der Burg auch eine Ausstellung beheimatet, die über Geschichte und Landschaft des Gleichengebietes informiert.
















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