Mit insgesamt 306 m Länge und einer Höhe des Pfades bis zu 24 m erschließt er einen Lebensraum des angehenden Urwaldes im Nationalpark Hainich, der dem Besucher im allgemeinen verborgen bleibt.
Ab dem Frühjahr 2005 wurde es möglich, Blüten und Früchte der verschiedenen Baumarten, Baumpilze und spezielle Insekten, Spechte und abends auch Fledermäuse in ihrem eigentlichen Lebensraum unmittelbar zu erleben.
Die Anlage besteht aus zwei Modulen: Auf einer außenliegenden Wendeltreppe bei ca. 36 m Höhe ein befindet sich ein geschlossenes Baumhaus und eine darüber liegende offene Plattform, und dem eigentlichen Pfad, der bei 24 m Höhe den Turm verlässt und diesen bei ca. 10,5 m wieder erreicht.
Bei ca. 21 m Höhe wird eine zusätzliche Plattform eine Altholzgruppe Buchen erschließen.
Die ganze Anlage dient der Umweltbildung und Forschung im Nationalpark. Bauherrn sind die Stadt Bad Langensalza, vier private Investoren und der Förderverein des Nationalparkes (GEN-Hainich). Gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die EU und den Freistaat Thüringen. Auftragnehmer für die technische Realisierung ist die Firma Vollack Industrie-und Verwaltungsbau GmbH &Co. KG in Eisenach, die nunmehr die technisch aufwendige Aufgabe lösen muss, den Pfad zu errichten, ohne den Baumbestand maßgeblich zu beeinträchtigen.
Der Baumkronenpfad bietet die einmalige Möglichkeit, ohne großen Aufwand in die noch vielfach unbekannte Welt der Baumkronen zu gelangen und diesen faszinierenden Lebensraum zu erkunden. Neu- und Wiederfunde von Arten für Thüringen oder gar ganz Deutschland aus den Baumkronen des Hainichs zeigen, dass es hier noch was zu entdecken gibt. Auch wenn nicht immer spektakuläre Arten zu erwarten sind, ist es sicherlich ein einmaliges Erlebnis, Sonnenuntergang und Dunkelheit in den Baumkronen über dem "Urwald mitten in Deutschland" zu erleben.
















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