Mühlhausen. Kurator erklärt die phantastische Welt von Heinz Zander

Ungewöhnliches erwartet Besucher, die am Samstag, 15. Juni im Kulturhistorischen Museum zu Gast sind. Um 14.00 Uhr führt Kurator Friedrich Staemmler durch „Schönheiten und Ungeheuer“, einer großen Sonderausstellung, die dem Maler und Grafiker Heinz Zander zum 80. Geburtstag gewidmet ist.

20190615 SB Zander Ausstellung Schoenheiten Ungeheuer

Dabei geht es um die unverwechselbare Formensprache und Motivik des Künstlers, die vom Stilempfinden Alter Meister inspiriert ist.

Heinz Zander ist einer der wichtigsten Vertreter der Leipziger Schule, die in den 1970er bis 1980er Jahren ihren Höhepunkt hatte. Zander schuf den monumentalen Gemäldezyklus zum Deutschen Bauernkrieg von 1980, der in der Kornmarktkirche zu sehen ist. Beinahe 40 Jahre später ist er wieder in Mühlhausen zu Besuch und stellt vor allem seine aktuellen Werke zur Schau.

Dem Besucher wird in der Ausstellung eine phantastisch-skurrile Welt vor Augen geführt, in der Romanhelden und antike Götter auf schöne Frauen und fabelhafte Gestalten treffen. 68 Gemälde, zehn Zeichnungen sowie drei Radierungen widmen sich mit hintergründigem Humor gesellschaftlich relevanten Themen wie Schönheit und Erotik sowie Vergänglichkeit und Verfall. Gleichzeitig steckt jedes einzelne von Zanders Gemälden voll rätselhafter Symbolik und regt den Betrachter durch die einzigartigen Titel zu deren Entschlüsselung an. Wie auch in seinem Werk „John Long Silver. Der Engel über den Meeren“ ist Zander selbst häufig Teil seiner Welt, präsentiert sich mit Hörrohr oder gebogener Brille und dabei stets mit einer gewissen Portion Ironie dem Beobachter.

Kuratorenführung

„Schönheiten und Ungeheuer - Sonderausstellung zum 80. Geburtstag von Heinz Zander“

Samstag, 15. Juni 2019 um 14 Uhr

Kulturhistorisches Museum, Kristanplatz 7, 99974 Mühlhausen

Eintritt und Führung: 8,00 € Erwachsene | 2,00 € Kinder (4 bis 14 Jahre)

 

Bild: Blick in die Ausstellung „Von Schönheiten und Ungeheuer“

Foto: Mühlhäuser Museen.