Die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach feiert in Kooperation mit dem weltbekannten Mariinsky Theater St. Petersburg am 7. März im Landestheater Eisenach und am 8.3. in der Alten Oper Frankfurt eine Premiere mit der Oper „Eugen Onegin“ in russischer Sprache.

Charles Olivieri - Munroe, Probe, September 2011,Sonja Werner, Fotografie

Erstmals werden Solisten des Opern- und Balletthauses aus St. Petersburg mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach unter der Leitung des 1. Gastdirigenten Charles Olivieri-Munroe gemeinsam auf der Bühne stehen. Mit „Eugen Onegin“ bringen sie in russischer Sprache eine Oper auf die Bühne, die um 1878 von Pjotr I. Tschaikowsky als lyrische Szenen in drei Akten geschrieben wurde. Es ist nicht nur eines seiner beliebtesten, sondern auch persönlichsten Werke. Das Libretto von Tschaikowsky und Konstantin Schilowsky basiert auf Alexander Puschkins gleichnamigem Versroman.

Eugen Onegin zeigt die Ausbruchsversuche von vier jungen Menschen aus einer überalterten Welt. Diese vier Protagonisten werden einander zum Schicksal. Übersättigt von der Großstadt und ihrem Überfluss an Festen zieht der junge Aristokrat Eugen Onegin mit seinem besten Freund Lenski auf dessen Landgut, wo er die Gutstochter Tatjana trifft, die ältere Schwester von Lenskis Verlobten Olga. Sie träumt von romantischer Liebe, die ihr in Büchern begegnet, und meint, diese mit Onegin gefunden zu haben. „Mag sein, dass dies nur ein leerer Wahn, ein Trugbild der unerfahrenen Seele ist!“, schreibt Tatjana in tiefer Nacht mit flammender Feder an Onegin. Doch der weist Tatjanas Gefühle hart von sich, während er gelangweilt vom Landleben auf einem abendlichen Ball mit Olga tanzt. Als Reaktion fordert Lenski Onegin zum Duell heraus. Dieses endet tragisch. Erst Jahre später erkennt Onegin den Fehler seines Lebens und seinen fehlenden Mut – zu spät, denn Tatjana ist bereits die Frau des Fürsten Gremin geworden. Mit „Eugen Onegin“ hat Peter Tschaikowsky 1878 ein berührendes, intimes Meisterwerk geschaffen, das nicht nur die Untiefen der innerlich zerrissenen Charaktere, sondern in Klarsicht auch die Fährnisse moderner Beziehungen beschreibt.
„Ich brauche keine Zaren, Zarinnen, Volksaufstände, Schlachten, Märsche… Ich suche ein intimes, aber starkes Drama, das auf den Konflikten beruht, die ich selber erfahren oder gesehen habe, die mich im Innersten berühren können.“ Das schrieb Peter Tschaikowsky über seine Oper „Eugen Onegin“. Im Jahre 1879 erfolgreich am Moskauer Maly-Theater uraufgeführt, ist „Eugen Onegin“ bis in unsere Tage hinein aus dem Repertoire des russischen Musiktheaters nicht wegzudenken und natürlich auch an allen großen Opernhäusern der Welt integraler Bestandteil des Spielplans. Zudem begründet „Eugen Onegin“ zusammen mit Tschaikowskys symphonischen Werken dessen musikgeschichtlichen Rang.
Die einmalige Koproduktion der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach mit Solisten des legendären Mariinsky Theaters unter der künstlerischen Leitung von Larisa Gergieva und des herausragenden Chores der Krakauer Philharmonie verspricht einen außergewöhnlichen Konzertabend für alle anspruchsvollen Opernliebhaber! Die Aufführung findet konzertant am 7. März um 19.30 Uhr im Landestheater Eisenach und am 8.3. in der Alten Oper Frankfurt statt.

Karten und Informationen unter www.thphil.de, Tourist-Info und Theaterkasse Eisenach. Tickets für den 8.3.2020 an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter www.frankfurtticket.de oder www.operaclassica.de  -  Telefonische Reservierungen unter 06124 726 9999 (Opera Classica Europa), 069 1340 400 (Frankfurt Ticket) oder 0180 60 50 400* (24h-Ticket-Hotline).

Dirigent: Charles Olivieri-Munroe
Künstlerische Leitung: Larisa Gergieva
Solisten des Mariinsky Theaters St. Petersburg
Chor der Krakauer Philharmonie
Choreinstudierung: Teresa Majka-Pacanek

Foto: Charles Olivieri-Munroe: Sonja Werner