Gotha. Manch Schabernack trieb er mit seinen Zeitgenossen: Till Eulenspiegel. Angeblich lebte der als umherstreifender Schalk im 14. Jahrhundert.1 Er war Protagonist einer mittelniederdeutschen Schwanksammlung, die um 1510 erstmals vom Straßburger Verleger und Drucker Johannes Grüninger ohne Nennung eines Verfassers publiziert wurde.

Anton Detail

Diese närrische Geschichte inspirierte 1895 Richard Strauss zu unvergesslichen Melodien in seinem gleichnamigen Orchesterwerk „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ op. 28.

Auch die Filmhelden von heute wie Harry Potter, Captain Jack Sparrow oder Robin Hood bekamen grandiose Kompositionen auf den Leib geschneidert, die das Konzertpublikum begeistern.
Eben dieser Klang und kleine Späße sorgen nun ganz gewiss für einen besonders vergnüglichen Nachmittag bei Groß & Klein am:

So., 26. Mai, 16 Uhr, im Kulturhaus Gotha

Das Programm:
Richard Strauss - Till Eulenspiegel
Musik u. a. aus „Harry Potter“, „Der Fluch
der Karibik“ „Robin Hood“ und weiteren Filmen

Moderation: Patrick Robeck
Leitung: Juri Lebedev

Ab 15 Uhr hat Till Eulenspiegel in seiner Meisterbäckerei fürs Publikum Leckereien vorbereitet und wer Lust darauf hat, der kann mit ihm basteln!

Eintrittspreise
Kinder/Schüler: 5,00 €
Normalpreis: 10,00 €
Familienkarte: 25,00 € (2 Erwachsene + bis 3 Kinder)

Tickets:
Tourist-Information Gotha, www.ticketshop-thueringen.de oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmerkungen:
(1) Nach der Überlieferung wurde Till Eulenspiegel im Jahre 1300 in Kneitlingen am Elm geboren und in dem Nachbardorf Ampleben in der Schlosskapelle seines Taufpaten Till von Uetze getauft. Die Taufe soll von dem Abt Arnold Pfaffenmeyer (oder Arnold Papenmeyer) des Aegidienklosters vollzogen worden sein. Laut Götzinger hieß es im Volksbuch zu seiner Herkunft: „Bei dem wald Melme genannt, in dem land zuo Sachsen, in dem Dorf Knetlingen, da ward Ulnspiegel geborn, und sein Vater hieß Claus Ulnspiegel und sein Mutter Ann Witcken.“[2]

Eulenspiegel wird in späteren Illustrationen oft mit Attributen wie einer Narrenkappe dargestellt. Allerdings ist er nicht einfach als ausgewiesener Narr anzusehen. In den Geschichten scheint er vielmehr seinen Mitmenschen an Geisteskraft, Durchblick und Witz überlegen. Eulenspiegels Streiche ergeben sich beispielsweise oft daraus, dass er eine bildliche Redewendung wörtlich nimmt. Die heute meist vertretene Deutung dafür ist, er habe dieses Wörtlichnehmen als ein Mittel gebraucht, die Unzulänglichkeiten seiner Mitmenschen bloßzustellen und seinem Ärger über die Missstände seiner Zeit Luft zu machen. Dies ist aber keineswegs immer klar zu erkennen. Daneben ist auch schiere Boshaftigkeit zu bemerken, die mit erzieherischer Kritik nichts zu tun hat, sondern Eulenspiegel mehr als eine Person anarchischer Unangepasstheit kennzeichnet.

Er starb nach der gereimten mittelniederdeutschen Inschrift auf dem Gedenkstein aus der Mitte des 16. Jahrhunderts im Jahr 1350 in Mölln.

Bild: Autor