In Gotha wird auch in diesem Jahr der Tag des offenen Denkmals ein Höhepunkt im September sein. Das Bundesweite Motto „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ bietet viele Anknüpfungspunkte und Inspirationen. Mit diesem Thema sollen Mythen und Legenden sowie Handwerkskünste in den Fokus gerückt werden, die unser Auge zu täuschen vermögen. Ob illusionistische Malerei, Materialimitate oder Restaurierung: Optische Täuschungen umgeben uns in vielen verschiedenen Bereichen.

Eine Vielzahl an Veranstaltungen in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr bieten die Möglichkeit, sich auf vielfältige Weise mit dem Thema zu beschäftigen.

Oberbürgermeister Knut Kreuch eröffnet den Veranstaltungsreigen mit einem Spaziergang an der Wasserkunst, über den Schlossberg und den Hauptmarkt und bietet einen Einblick in die architektonische und städtebauliche Entwicklung des Gothaer Altstadtkerns. Erweitert wird dieses Thema durch Führungen zur Hauptmarktrekonstruktion von 1984 durch Sigrid Lehniger und einer Zusammenstellung der neusten archäologischen Grabungen in Gotha durch das Landesamt für Denkmalpflege (Fachbereich Archäologische Denkmalpflege).

Besonders verdeutlicht wird das Motto „Sein und Schein“ durch die Öffnung des ehemaligen Landschaftshauses am Schlossberg 2. Hinter der sanierten historischen Fassade trifft barocke Handwerkskunst auf moderne zeitgenössische Architektur. Erstmals am Tag des offenen Denkmals geöffnet, zeigt auch das Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (TLBG) am Schlossberg 1, welche kartographischen Schätze sich hinter der historischen Fassade verbergen. Der renovierte Balkon des Gebäudes bietet außerdem eine unvergessliche Aussicht.

Im stilechten Gewand führt Dieter Schnabel Besuchergruppen durch das Waidhaus in der Gretengasse. Der Freundeskreis Leinakanal e. V. ist ebenfalls wieder mit dabei, um Interessierten die Leinakanalausstellung und die historische Pumpanlage im Lucas-Cranach-Haus zu zeigen. Weitere Handwerks- und Gewerbetraditionen sowie heimatgeschichtliches Wissen werden im Deutschen Versicherungsmuseum, im Siedlermuseum der Goldbacher Siedlung und im Technik- und Geschichtsmuseum in der alten Mälzerei vorgestellt.

Das Thema „Sein & Schein“ im Bereich der Künste wird im Herzoglichen Museum und Schloss Friedenstein bei anschaulichen Führungen gezeigt.

Eine gute Gelegenheit einen Moment zu verschnaufen, bietet der Orangeriegarten, in welchem nicht nur Speisen und Getränke angeboten werden, sondern erstmals neben dem Lorbeerhaus und dem Orangenhaus auch das neu errichtete Kamelienhaus geöffnet wird.

Dass Architektur bereits seit Jahrhunderten größtenteils unverändert und im historischen Bestand existieren kann, wird in der Margarethenkirche und in der Augustinerkirche veranschaulicht. Im sakralen Bereich bleibend, wird in Form eines kulturhistorischen Spaziergangs eine erlebnisreiche Führung auf dem Gothaer Hauptfriedhof angeboten.

Ein Benefizkonzert in der Schlosskirche, organisiert durch den Freundeskreis Kunstsammlungen Schloss Friedenstein Gotha e. V. in Kooperation mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, bildet einen schönen Abschluss des Tages des offenen Denkmals 2021.

Die geöffneten Objekte in Gotha sind in der aktuellen Ausgabe des „Rathaus-Kuriers“ im Überblick zu finden.

 

Hinweis:
Aufgrund der aktuellen Pandemielage kann es im Rahmen der Veranstaltung kurzfristig zu Einschränkungen und Änderungen kommen.
Nähere Informationen zu den Führungen im Herzoglichen Museum, Schloss Friedenstein und zum Abschlusskonzert können telefonisch erfragt werden: 03621 / 82340.