Do, 16. Mai, 20 Uhr, Kulturhaus Gotha
Fr, 17. Mai, 19.30 Uhr, Landestheater Eisenach

Elena Tanski 1 c privat

Das Programm: Claude Debussy - Petite Suite (arr. Henri Büsser)
Samuel Barber - Konzert für Violine und Orchester op. 14
Robert Schumann - Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61
Solistin: Elena Tanski, Violine
Dirigent: Russell Harris
Mit drei exklusiven Werken wartet das 9. Anrechtskonzert am 16. Mai um 20 Uhr im Kulturhaus Gotha auf. Den Anfang macht Claude Debussys „Petite Suite“ im Arrangement von Landsmann Henri Büsser. 1889 für zwei Klaviere komponiert, schildert der Komponist in vier einprägsamen musikalischen Szenen Stimmungsbilder seiner Zeit. Im Boot („En bateau“) mit Gefolge („Cortége“) werden schließlich mit feinen Pinselstrichen „Menuet“ und „Ballet“ dargeboten, wobei sich der eingängige Walzer im letzten Abschnitt besonders ins Ohr des Hörers schmeichelt.
Im folgenden Violinkonzert op. 14 von Samuel Barber offenbart sich der Kampf um eine eigene nordamerikanische Musikkultur. Vorwiegend von europäischen Importen der Spätromentik inspiriert, trumpft Barber hier mit hochentwickeltem Klangsinn auf, zeigt sich als Meister des Variierens und verlangt dem Solopart mit vertrackten Doppelgriffen einiges ab. Die junge gebürtige Salzburger Geigerin Elena Tanski wird gemeinsam mit Chefdirigent Russell Harris alle Klippen des anspruchsvollen Werkes meistern.
Lässt man sich auf Robert Schumanns kraftvolle zweite Sinfonie ein, scheint es kaum glaubhaft, in welch schwerer Krise sich der Komponist zur Zeit der Entstehung 1845 befand. Ein Jahr zuvor hatte er gemeinsam mit Clara und den Töchtern Marie und Elise Leipzig verlassen und war nach Dresden übergesiedelt. Die alten Freunde fehlten, eine Konzerttournee mit Clara nach Russland stürzte ihn in tiefe Depressionen, denn dort kannte man ihn nicht. Schumann kränkelte, versuchte nach der Rückkehr Halt in polyphonen Studien Bachs zu finden, wird immer wieder von Nervenzusammenbrüchen gebeutelt und skizziert dennoch in wenigen Wochen seine C-Dur-Sinfonie. Nach gründlichen Überarbeitungen wird sie schließlich im November 1846 fertig. Ihr Kampfgeist entspringt Beethoven, auch Schumann will dem „Schicksal in den Rachen greifen“.
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