Die Volkshochschule (VHS) Eisenach lädt am Freitag, 29. März, zu einem Vortrag in die VHS-Aula in der Schmelzerstraße 19 ein. Der Referent Dr. Wolfgang Schenk spricht zum Thema „Toleranz / Freiheit und Intoleranz: Ihre Größen und Grenzen“. Interessenten können sich noch bis Dienstag, 26. März, anmelden. Beginn ist 19 Uhr; der Eintritt kostet 6,60 Euro.

„Jedes menschliche Einzelleben braucht die menschliche Gemeinschaft, um weiterleben zu können. Nur wenn wir im eigenen Verhalten ein richtiges Verhältnis zur Toleranz entwickeln, kann menschliches Zusammenleben im Kleinen wie im Großen gelingen. Nur dann können für alle Frieden, Sicherheit und möglichst viel Freiheit gesichert werden als Bestandteile des Glücks.“ Getreu dieses Credos will Dr. Schenk der dringende Frage unserer Zeit auf den Grund gehen: Wie können wir menschliches Zusammenleben für alle so nützlich wie möglich, erträglich und zumutbar gestalten? Angesichts der Flüchtlingsproblematik ist für ihn eine Antwort darauf von höchster Dringlichkeit.

Seinen Vortrag beginnt Dr. Schenk zunächst mit einer sozialen und individuellen Zustands- und Bestandsanalyse. Dabei hat er unter anderem Vorurteile, Angst, Neid und ähnliches im Blick.

Anschließend möchte er anregen gesellschaftliche Therapien zu überlegen. „Notwendig ist dafür nach allen Seiten hin ein unbestechlich-scharfer und objektiv-realistischer Blick auf die Wirklichkeit. Toleranz ist nicht die absolute Duldung des Verhaltens anderer Menschen“, sagt Dr. Schenk. Dies könne in Chaos, Zerstörung und Zusammenbruch sowohl des Einzellebens als auch der gesamten menschlichen Gemeinschaft führen.

Wichtig sei es deshalb, über das richtige Maß von Toleranz und auch Intoleranz nachzudenken. Daraus könnten tragfähige, möglichst dauerhafte und gerechte, vernünftige und pragmatisch-praktikable Kompromisse entwickelt werden. Kurz: Hier gilt die Grundregel: Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme! Das heißt für Schenk auch: Fähig und bereit sein, dem anderen Menschen humanitär zu helfen, trotz unterschiedlicher Weltanschauung, Religion, kultureller Eigenart und Sprache. Nur der Gebildete kann die Spannung dieser Unterschiede bei gleichzeitiger Hilfeleistung aushalten.

Zugleich gilt für alle Menschen, die in Deutschland leben, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und damit auch ein unumstößlicher Wertekanon, wie beispielsweise die Gleichheit aller vor dem Gesetz und die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Das Anmelden für den Vortrag am 29. März ist entweder persönlich in der VHS (Schmelzerstraße 19, Eisenach), per Fax (03691 / 670-555) oder online möglich. Anmeldeformulare gibt es auch im Internet unter www.eisenach.de – „Leben“ – Rubrik „Bildung“ – Menüpunkt „Volkshochschule“. Dort gibt es auch weiterführende Informationen zu allen Kursangeboten. Auskünfte sind auch telefonisch unter 03691/670-550 erhältlich.