Mühlhausen. Gottesdienst rund um die Kartoffel und gemeinsames Klöße-Essen

Ein Kloßsonntag findet erstmals am kommenden Sonntag (10. Februar) in Mühlhausen statt. Beginn ist um 10 Uhr im Gemeindehaus St. Petri mit einem Gottesdienst rund um die Kartoffel. Anschließend werden die Thüringer Klöße gemeinsam hergestellt und mit Rotkohl und Rouladen gegessen.

Tobias Krüger, Pfarrer der Petrigemeinde, hatte die Idee zu dem Kloßsonntag. „Das Thema Heimat beschäftigt uns die letzten Monate. Viele alte Traditionen gehen verloren. Das Rennsteiglied und Thüringer Klöße gehören zu Thüringen. Wir wollen weiter überlegen: Was noch? Im Keller unseres Gemeindehauses habe ich eine alte Kloßpresse gefunden. Nach einem Besuch in der Kloßmanufaktur in Heichelheim kam mir die Idee, die Presse rauszuholen und Klöße selber zu machen“, erklärt er. „Das Thema hat bereits zu vielen Gesprächen geführt. Die Älteren fingen an zu erzählen: Früher wurden die Klöße jeden Sonntag selbst gemacht, jetzt wird Kloßmasse gekauft. Aber alle waren sich einig: Selbst gemacht schmeckt besser!“

Zu Gast im Gottesdienst ist Ralf Marold. Der engagierte Christ ist Biobauer in Mittelsömmern und soll etwas über die Kartoffel, alte und typische Thüringer Sorten, seine Motivation als Biobauer und sein Christsein erzählen. Seine Frau bringt ein altes Spezialrezept von Mühlhäuser Klößen mit, das nach dem Gottesdienst ausprobiert wird.

Pfarrer Krüger: „Am Faschingssonntag singen wir immer das Rennsteiglied im Gottesdienst. Am Kloßsonntag wollen wir über Kartoffeln und unsere Verantwortung für die Umwelt reden und dann auf traditionelle Art und Weise Thüringer Klöße machen. Weil Gemeinde auch zur Heimat gehört“.