Der BUND Thüringen begrüßt den heute angekündigten „Sonderfonds Insektenschutz“ des Thüringer Umweltministeriums. Damit sollen zukünftig gezielt Insektenschutzprojekte in der Thüringer Agrarlandschaft gefördert werden. Laut dem Verband eröffnet die Insektenschutzinitiative neue Möglichkeiten im Kampf gegen den dramatischen Artenschwund in der Landwirtschaft.

wild biene

„Mit dem Sonderfonds Insektenschutz und der Förderung neuer Blühflächen stellt das Thüringer Umweltministerium starke Instrumente gegen das Artensterben zur Verfügung“, erklärt Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Damit können Brennpunkte angegangen werden, in denen europaweit bedeutsame Lebensräume mit hoher Insektenvielfalt bedroht sind. Mit dem Erhalt und der Wiederherstellung solcher Lebensräume können die Insektenbestände stabilisiert und ihre Ausbreitung in umliegende Landschaften unterstützt werden.

Die Förderung zusätzlicher Blühflächen auf Rapsäckern stelle, laut Verband, die dringend nötige Strukturvielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen wieder her. Vogel: „Vom Raps allein können die über 400 verschiedenen teilweise hochspezialisierten Wildbienenarten nicht leben.“

Bei der Umsetzung käme es jetzt auf die Landwirtschaft an. „Nur wenn Agrarbetriebe die Förderangebote auch annehmen und auf den Einsatz von Glyphosat, Neonicotinoiden und weiteren Pestiziden verzichten, haben Feldvögel, Bienen und Schmetterlinge eine Zukunft in der Kulturlandschaft“, so Vogel.

Foto von Kathy Büscher auf Pixabay