Mühlhausen. Vortrag von Thomas Schierl (Mühlhäuser Museen) am Mittwoch, 13. Februar, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek Jakobikirche Mühlhausen

Zu einem Vortrag zum Thema „Das westliche Thüringen zwischen den römischen Kaisern Augustus und Konstantin. Zur 'Anthropologie' einer archäologischen Schlüsselregion“ lädt der Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegeverein am Mittwoch, 13. Februar, in die Stadtbibliothek Jakobikirche ein. Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Referent des Abend ist Thomas Schierl, M.A. Der gebürtige Eisenacher arbeitet seit dem 1. März 2018 als Volontär im Fachbereich Ur- und Frühgeschichte an den Mühlhäuser Museen. Zunächst eingeschrieben an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, studierte er Ur- und Frühgeschichte, Biologische Anthropologie und Mittelalterliche Geschichte an den Universitäten Wien, Granada und Bonn.

Vor allem die Verhältnisse während der Römischen Kaiserzeit in Mitteldeutschland (1. – 4. Jh.) sowie die Wechselwirkung zwischen den Einheimischen und den Bewohnern des Römischen Reiches während dieser Periode beschäftigen ihn seit vielen Jahren. Praktische Erfahrungen sammelte er vor allem auf Ausgrabungen in Deutschland, Österreich, Ungarn sowie auf der Iberischen Halbinsel, neben Mitteldeutschland ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschungen.

Seine Kenntnis sowohl der Verhältnisse außerhalb als auch innerhalb des Römischen Reiches während der Römischen Kaiserzeit führten Thomas Schierl an die Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt am Main, wo er über mehrere Jahre hinweg im Projekt „Corpus der Römischen Funde im Europäischen Barbaricum (CRFB)“ tätig war. Entsprechende Arbeiten soll Thomas Schierl nun gemeinsam mit Wulf Walther an den Mühlhäuser Museen fortsetzen. Ziel ist es, den umfangreichen Fundbestand des Unstrut-Hainich-Kreises in einem eigenen Band vorzulegen. In diesem Rahmen bewegt sich auch der Vortrag Schierls am kommenden Mittwoch. Dabei werden die facettenreichen Beziehungen zu verschiedensten Bevölkerungsgruppen innerhalb des Römischen Reiches sowie deren Auswirkungen auf die Lebensweise der Bewohner in der Germania magna anhand westthüringischer Funde thematisiert. Als vorzüglich untersuchte Fundlandschaft bietet der Unstrut-Hainich-Kreis wie kaum ein anderer die besten Voraussetzungen für eine detaillierte Betrachtung dieses Phänomens in einer archäologischen Schlüsselregion.