Im Internationalen Friedensjahr 2021 setzt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz besonders für künstlerische Friedenssymbole, historische Erinnerungsorte und spirituelle Räume in, die zu innerem und äußerem Frieden beitragen. Um für Spenden zu werben, verwendet die Stiftung symbolisch das Abbild einer Taubenfigur. Die Taube schmückt in vielen Kirchen den Taufstein oder die Kanzel. Sie steht als Symbol für den Heiligen Geist und die Pfingstbotschaft, aber auch als Zeichen für Frieden und Freiheit.

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Auch in der Gothaer Margarethenkirche ziert eine solche Taube – ganz ähnlich der aus dem Kampagnenmotiv der Denkmalschutz-Stiftung – die Unterseite der Kanzel. Sie ist von einem goldenen Strahlennetz umrahmt und unterscheidet sich nur im Flügelschlag von dem auf der Abbildung gezeigten Tier. Die Kanzel wurde im 17. Jahrhundert von einem Gothaer Bürger als Dank, dass sein Haus vor Feuer bewahrt wurde, gestiftet.

Ab 1640 betrieb Herzog Ernst der Fromme den Wiederaufbau die von Kriegen geschundenen Kirche. Unter dem Altarraum befindet sich die Begräbnisstätte der herzoglichen Familie. Der Enkel Friedrich II von Sachsen Gotha Altenburg verlieh dem Altarraum im 18.Jahrhundert seine barocke Ausstattung, die wir heute noch sehen. Auch die Kanzel wurde 18. Jahrhundert mit barockem Zierrat versehen.

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