Nachwuchs bei den Gelbbauchunken - die Schaffung neuer Laichgewässer am Rande des Mosewaldes zeigt Erfolge.

Die am Vorhaben beteiligten Partner, die Wildtierland Hainich gGmbH mit ihrer Natura 2000 Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld als Projektträger, die Forstbetriebsgemeinschaft Eisenach Nord als Flächeneigentümer und das Forstamt Marksuhl haben sich heute im Rahmen eines Ortstermins von dem Ergebnis überzeugen können.
„Wir brauchen aktive und erfolgreiche Naturschutzarbeit, um dem drohenden Artenverlust entgegenzuwirken. Ein Baustein dazu ist uns hier gelungen.“, freut sich Dr. Katrin Vogel, Geschäftsführerin der Wildtierland Hainich gGmbH. „Die Gelbbauchunken vermehren sich hier inzwischen regelmäßig und die Population wird größer“.
Nach Angaben des Projektleiters Martin Burmeister wurden am Waldrand des Mosewaldes drei Kleingewässerkomplexe angelegt, in denen die Gelbbauchunken laichen und sich die Larven entwickeln können. Seit 2019 wurden insgesamt vier Maßnahmen im Bereich des nördlichen Mosewaldes umgesetzt. Dabei wurden über 30 Kleingewässer angelegt, ein Entwässerungsgraben optimiert und eine Infotafel mit Informationen zu der Gelbbauchunke und zum Projekt installiert. Die Infotafel ist besonders im Hinblick auf die Akzeptanz bei Wanderern und der Bevölkerung wichtig, denn sie erklärt anschaulich die Hintergründe und Ziele der Maßnahme.
Die Gelbbauchunke ist eine Amphibienart, die in Thüringen historisch weit verbreitet war, mittlerweile aber aufgrund von Lebensraumverlust als vom „Aussterben bedroht“ eingestuft ist. Nördlich von Eisenach befindet sich eines der letzten Vorkommen dieser Art in Thüringen.
„Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg dieser Maßnahmen ist die gute Zusammenarbeit mit Hans-Jürgen Michael von der Forstbetriebsgemeinschaft Eisenach Nord und der Revierförsterin Karen Centner vom Forstamt Marksuhl, denen ich hier ausdrücklich danken möchte.“, erläutert Martin Burmeister, Projektleiter. „Ohne die Beteiligung der Flächeneigentümer und der Nutzer ist Naturschutz in unserer Kulturlandschaft kaum möglich.“, so Burmeister weiter.
Bild: Charakteristisch für die Gelbbauchunke sind die „herzförmigen“ Pupillen und das gelbschwarze Bauchmuster Bildrechte: Arne Willenberg



