Drei Jahre Forschungsarbeit mittels GPS-Halsbandsendern, Wildkameras und Kotproben sind ausgewertet

02 18 Wildschwein

Borstig, wehrhaft, sehr anpassungsfähig und ziemlich schlau: Unser heimisches Wildschwein hat viele Eigenschaften, die oft unterschätzt werden. Ein Grund mehr, sich dieser Wildart intensiver zu widmen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Wildschwein wurde über 3 Jahre im Nationalpark Hainich und Umfeld geforscht. Hierbei wurden insgesamt 63 Tiere mit einem GPS-Halsbandsender ausgestattet, um deren Raumnutzung zu erforschen. Mithilfe von Wildkameras und genetischer Analyse von Losungsproben sollte zudem die Frage geklärt werden: Wie viele Wildschweine leben im Hainich? Nun liegen die umfangreichen Ergebnisse des Forschungsprojektes vor.

Aufgrund der aktuellen Lage um COVID-19 können die Ergebnisse leider nicht im Rahmen einer Präsenzveranstaltung vorgestellt werden. Aus diesem Grund wurden mit Unterstützung verschiedener Projektmitarbeiter/innen Fachvorträge zu den Themen Raumnutzung und Bestandesschätzung der Wildschweine im Nationalpark und Umfeld aufgenommen, die ab sofort auf der Vimeo-Seite des Nationalparks online zur Verfügung stehen.

„Darüber hinaus findet am 18. März 2021 eine digitale Abschlusstagung statt, bei welcher die Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen aus dem Projekt diskutiert werden sollen. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen!“, sagt die Projektkoordinatorin Alisa Klamm von der Nationalparkverwaltung.

Nähere Informationen zum Projekt und zur Tagung befinden sich auf der Projekt-Homepage www.schwarzwild-hainich.de unter dem Link Infothek.

Bild: Von der Fotofalle erwischt: Wildschweine im Nationalpark Hainich Foto: Nationalparkverwaltung Hainich