Natur fühlen, riechen, hören und schmecken, ökologische Zusammenhänge verstehen und erklären, Bildungsmaterialien herstellen, Wanderungen mit Schülergruppen vorbereiten und durchführen, Wissen über das Welterbe im Allgemeinen und im Besonderen vermitteln – all das gehört zum Tätigkeitsfeld eines „FÖJlers“ im Nationalpark Hainich.

09 28 FoeJ Nationalpark

Das Freiwillige Ökologische Jahr (kurz FÖJ) ist ein Orientierungsjahr und bietet die einmalige Chance, einerseits eine Auszeit von der Schule zu nehmen und andererseits Ideen und Erfahrungen für die spätere Berufswahl zu sammeln. Derzeit nutzen drei junge Menschen diese Möglichkeit in der Nationalparkverwaltung.

Johanna Block aus Bickenriede in der Nähe von Mühlhausen ist 18 Jahre alt. Sie interessiert sich für Naturwissenschaften ebenso wie für den sozialpädagogischen Bereich. „Das Berufsfeld „Umweltpädagogik“ gefällt mir sehr und bietet mir genau die richtige Kombination aus beiden Bereichen. Ich erhoffe mir, durch viele Einblicke ins Arbeitsleben und dem Sammeln eigener Erfahrungen im nächsten Jahr die richtige Studienwahl zu treffen“, sagt Johanna Block.

Eric Hagen ist 19 Jahre alt und kommt aus Bochum in Nordrhein-Westfalen. Bereits durch zahlreiche Praktika im Umweltbildungsbereich konnte er einen praxisnahen Einblick in das Berufsfeld „Umweltpädagogik“ gewinnen. „Die Arbeit eines Waldpädagogen hat mich dabei nachhaltig beeindruckt und inspiriert, diesen Bereich weiter kennenzulernen. Durch mein freiwilliges Engagement hier im Nationalpark möchte ich die gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse weiter vertiefen und herausfinden, ob dieser Beruf auch der richtige für mich wäre“, so Eric Hagen.

Daniel Klaus kommt ebenfalls aus Bickenriede und möchte nach dem FÖJ Forstwirtschaft studieren. Mit dem FÖJ im Hainich möchte er sein Wissen in den Bereichen Ökologie, Forstwirtschaft und Umweltbildung vertiefen. „Des Weiteren will ich mich in diesem Jahr orientieren, da es möglicherweise ähnliche Studiengänge in dieser Sparte gibt, die mir gegebenenfalls mehr zusagen als das Forstwirtschaftsstudium. Zudem gefällt es mir, mich gesellschaftlich und ökologisch zu engagieren, was natürlich das Kernthema des freiwilligen Jahres ist“, sagt Daniel Klaus.

„Unsere FÖJlerinnen und FÖJler sind eine unglaublich wichtige Verstärkung für das Umweltbildungsteam des Nationalparks. Sie packen richtig mit an. Daher freuen wir uns immer über hochmotivierte und kontaktfreudige junge Leute im Alter von 18 bis 26 Jahren. Sie sollten ein selbstsicheres Auftreten besitzen und vor allem spontan und kreativ sein. Aber auch die Fähigkeit im Team zu arbeiten ist unerlässlich. Da sie vor allem mit Kindern arbeiten, ist auch ein bisschen Fantasie gefragt.“, sagt Carolin Mölich, die verantwortliche Mitarbeiterin der Nationalparkverwaltung.

Das mit Taschen- und Verpflegungsgeld vergütete FÖJ startet in der Regel am 1. September und dauert 12 Monate. FÖJler sind umfassend sozial- und unfallversichert. Wenn auf einen Studienplatz gewartet wird, werden für das FÖJ zwei Wartesemester angerechnet. Das FÖJ ist häufig als Vorpraktikum für Ausbildungen im Umweltbereich anerkannt. Finanziert wird das FÖJ vom Bund, der Europäischen Union, dem Freistaat Thüringen und dem Nationalpark; Träger ist der Verband Naturfreundejugend Thüringen.

Wer nun selber überlegt, welchen Weg er oder sie nach der Schule ab September 2022 einschlagen soll, Lust hat auf ein abwechslungsreiches Jahr im Nationalpark Hainich und dann 18 Jahre alt ist, schickt einfach eine formlose Bewerbung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bild: Unsere FÖJlerin Johanna Block und unsere FÖJler Daniel Klaus (l.) und Eric Hagen packen seit Anfang September in der Umweltbildungsarbeit des Nationalparks ordentlich mit an. Foto: Cornelia Otto-Albers