Trockenheit, hohe Temperaturen und permanente Sonneneinstrahlung bringen selbst die heimische Rotbuche an ihre Grenze

Klimawandel im Hainich

Abgestorbene Fichtenwälder im Thüringer Wald und im Harz sind leider schon gewohnter Anblick. Die Fichte ist auf vielen Flächen eine nicht standortgerechte Baumart, die eine gute Wasserversorgung benötigt. Die Trockenheit in tieferen Lagen macht ihr schwer zu schaffen. Die Rotbuche hingegen ist charakteristisch für den Naturwald Mitteleuropas. Als Ende Mai 2019 selbst im Nationalpark Hainich deutlich wurde, dass auch Rotbuchen vertrocknen und absterben, war das ein ganz neues Phänomen. Insgesamt sind auf rund 300 Hektar Buchenwald insbesondere auf den südwestexponierten und besonders flachgründigen Standorten zahlreiche Bäume abgestorben. Drei große Informationstafeln erklären nun am Sulzriedenweg den Klimawandel und seine Folgen.

Die drei Tafeln beschäftigen sich mit dem Klimawandel weltweit, in Deutschland und im Nationalpark Hainich. Mit eindrücklichen Bildern und Grafiken werden Zusammenhänge einfach und deutlich erklärt. Die Tafeln stehen am Eingang des Langen Tales, dem Ende des Sulzriedenweges. „Dieser Weg musste auch aufgrund der erhöhten Gefahr durch abgestorbene und herabstürzende Äste im März 2020 verlegt werden. Von den Standorten der Tafeln blickt man auf den Burgberg, wo sich die am stärksten betroffenen Flächen im Nationalpark befinden. Der Klimawandel schreitet voran. Der Weltklimarat warnt in diesem Tagen in seinem Bericht zum Zustand des Weltklimas eindringlich vor den Folgen des Klimawandels. Auch bei uns im Hainich sind sie bereits sichtbar. Die Tafeln werden sicherlich auf großes Interesse bei unseren Besucherinnen und Besuchern stoßen“, sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Bild: Tafel zum Klimawandel im Nationalpark Hainich, im Hintergrund der Burgberg mit abgestorbenen Bäumen Foto: Jens Wilhelm