Museumsmitarbeiterin Annett Jacobs stellt ihr Lieblings-Museumsstück vor.

Ihr Lieblingsobjekt ist eine Grafik, welche zu den Blättern gehört, die mit dem Bestand der Curt-Elschner Galerie im Museum aufbewahrt werden: „Minerva hindert Mars, Frieden und Wohlstand zu behelligen“.
Der Kupferstich diente zur Verbreitung einer der allegorischen Darstellungen, die Jacopo Tintoretto um 1576 in einem der Räume des Dogenpalastes in Venedig malte. Auf der zweiten Fassung nach 1589, wurde er mit der erklärenden Bezeichnung ausgeführt:
„Sapentia Martem depellente Pax et Abundantia cogaudent“.
(die Weisheit vertreibt Mars Frieden und Wohlstand feiern)
Sapentia, das ist die Weisheit in Gestalt der römischen Göttin Minerva. Sie hat eine Hand behütend auf die Schulter einer Frau gelegt. Sie verkörpert den Frieden (Pax) und ist erkennbar am Olivenkranz auf ihrem Kopf. Pax sitzt auf Teilen von Rüstungen. Die Hand an ihrer nackten Brust weist sie als Amme des Wohlstandes aus.
Der Wohlstand – Abundantia – ist die junge Frau, die eine Schale empfangend unter die Brust der Pax hält. Hinter ihr ist das sie kennzeichnende Füllhorn zu sehen.
Die Weisheit schützt die Beiden, indem sie in einer Rückwärtsbewegung den gerüsteten und bewaffneten jungen Mars (den römischen Gott des Krieges) energisch abweist.
Foto: © Stadt Eisenach



