Im Rahmen des 800. Hochzeitsjubiläums der Elisabeth von Thüringen wird im Foyer der Predigerkirche des Thüringer Museums Eisenach jeweils im monatlichen Wechsel ein Kunstwerk mit Bezug zu Elisabeth ausgestellt. Im Projekt „Sichtweisen. Elisabeth“ wirken neun Künstler*innen mit. Die Auseinandersetzung mit dem Jubiläumsthema lässt Raum für persönliche Sichtweisen und Interpretationen, die in verschiedenen künstlerischen Techniken umgesetzt werden.

Malik Alkhalifa c Uwe Jung Kempe Kunst im Foyer

Vom 8. September bis 3. Oktober wird eine Kalligraphie des syrischen Künstlers Malik Alkhalifa mit dem Titel „Vierundzwanzig“ im Foyer der Predigerkirche zu sehen sein. In diesem Werk setzt sich Malik Alkhalifa mit dem Leben der Elisabeth von Thüringen auseinander.

„Vierundzwanzig Jahre währte ihr kurzes und intensives Leben von 1207 bis 1231. Die Liebe ist der rote Faden, der dieses einzigartige Leben durchzieht. Sei es die Liebe zu Gott, zu den Menschen oder zu ihrem Mann“, so der Künstler.

In seiner Kalligraphie greift er Texte der Bibel auf. Das „Hohelied der Liebe" wird auf Arabisch und Hebräisch zitiert. Diese Sammlung von Liebesliedern ist über 2300 Jahre alt und passt wie kaum ein anderer Text der Weltliteratur zum Hochzeitsjubiläum der Elisabeth und ihrem karitativen Wirken.

Zum Künstler

Malik Alkhalifa wurde 1983 in Al Bukamal in Syrien geboren. Der Grundschullehrer flüchtete aus seinem Land im Jahr 2015.

Als Künstler beschäftigte er sich in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Genres: Dichtung, Percussion, Ölmalerei, Theaterpädagogik und Regie, Kalligraphie, Graphik, digital art und Skulptur. Seine Werke stellte er in verschiedenen Ausstellungen in Eisenach und auf der Insel Sylt aus. Malik Alkhalifa absolviert derzeit eine Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher an der Evangelischen Schule für soziale Berufe Eisenach.Die Predigerkirche des Thüringer Museums Eisenach ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

 

 

Foto

Malik Alkhalifa © Uwe Jung-Kempe