Die Jüdische Landesgemeinde bekommt eine neue Tora. Die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands und das Bistum Erfurt haben dazu einen Toraschreiber beauftragt, der die fünf Bücher Mose in zwei Jahren von Hand auf Pergament schreibt.

Reuven Yaacobov Foto von Alice End

Wie geht die Arbeit vorwärts? Die Erfurter Filmemacherin Alice End hat den Sofer Reuven Yaacobov in Berlin besucht. Am Mittwoch, den 13.01.2021 um 16:00 Uhr wird dieser Kurzfilm auf der YouTube-Seite von ahavta veröffentlicht (https://go.ahavta.com.).
Diese Seite, die der evangelische Pfarrer Ricklef Münnich betreibt, widmet sich dem jüdisch-christlichen Dialog. Die "Worte zum Schabbat" des Thüringer Landesrabbiners Alexander Nachama werden dort regelmäßig hochgeladen.

Der Kurzfilm „Vom Pergament zur Tora“zeigt auf eindrückliche Art und Weise wie viel Liebe, Handwerkskunst und Geduld dazugehören, um die 304.805 Buchstaben der fünf Bücher Mose aufs Pergament zu bringen.
Der Sofer beantwortet Fragen von Kindern und Erwachsenen, die diese vorher auf der Facebookseite des Projekts einreichen konnten.

Sollte es zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein, wird der Toraschreiber 2021 nach Thüringen kommen und öffentlich an der Tora schreiben.
 
Auch das Begleitprogramm zum Projekt „Tors ist Leben“ beginnt am 13.01.2021 als online Format. 

Bild: Foto des Toraschreibers Reuven Yaacobov mit dem ersten Pergament für die neue Tora, Foto: (c) Alice End