Ab sofort können sich innovative Lehrer*innen sowie Gründer*innen aus dem Bereich digitale Bildung für den Europäischen Förderpreis Next Generation bewerben. Gesucht werden engagierte und kreative Pädagogen*innen sowie Unternehmer*innen, die das digitale Klassenzimmer 4.0 vorantreiben und damit dem bundesweiten Schulschließungen etwas entgegensetzen.

Förderpreis Next Generation Barbara Meier

„Die Pandemie hat als Brennglas gedient“, sagt Bernhard Reeder, Vorstandsvorsitzender des Europäischen Kulturforums. „Es bedarf vieler guter Ideen, um digitale Medien noch mehr in den Unterricht einzubinden.“ Der Förderpreis gehört zum Europäischen Kulturpreis, der am 28. August 2021 in Anlehnung an das Beethoven-Jubiläum BTHVN2020 im Opernhaus Bonn im Rahmen der diesjährigen Europäischen Kulturpreisgala verliehen wird.

Die pandemiebedingten Schulschließungen haben grundlegende Fragen zur Bildungsvermittlung aufgeworfen: Wie lässt sich Lernstoff digital optimieren – und wie kann Schule auch dann funktionieren, wenn nicht alle Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer sitzen? Noch sind die Voraussetzungen im Schulwesen sehr uneinheitlich: Während manche Schulen noch nicht einmal über eine stabile Internetverbindung verfügen, haben andere Laptops und Smart Boards und bedienen sich schon längt computerbasierter Lernsysteme. Wenngleich digitale Medien den Präsenzunterricht nicht ersetzen können, so sind sie in Zeiten eingeschränkter Lehrangebote eine wesentliche Stütze des staatlichen Bildungssystems.

Experten übernehmen das Auswahlverfahren

Die Jury des diesjährigen Förderpreises setzt sich aus den Bereichen Informatik, Wirtschaft und Bildung zusammen. Stefanie Kreusel, Konzernbeauftragte für Digitale Bildung und Schule bei der Deutschen Telekom AG, unterstützt das Auswahlverfahren. Die Telekom sieht die Digitalisierung des deutschen Bildungssystems als Bestandteil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung an. „Wir fokussieren uns nicht nur auf den Einsatz digitaler Medien in den Schulen, sondern fördern auch die Digitalkompetenz bei den Bildungsverantwortlichen“, so Stefanie Kreusel. „Die Digitalisierung des Schulbetriebs ist nicht nur vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wichtig – sie ist auch wichtig für die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes.“

Jury-Mitglied Professor Alexander Lasch, Germanistikprofessor an der Technischen Universität Dresden und Germanistik-YouTuber mit über 3.000 Abonnenten, erklärte schon lange vor Corona die Geschichte des Altdeutschen online. Seiner Ansicht ist reines Online-Studieren aber kein Zukunftsmodell, denn vor allem der Austausch mit anderen bringe uns geistig weiter. Außerdem bringen ihre Expertise ein: Oberstudiendirektorin Sandra Gockel ist Leiterin des Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasiums in Dresden, das sich durch eine herausragende IT-Infrastruktur auszeichnet. Matthias Hundt, Gründer der Sachsen Digital Consulting, hat sich mit seinem Unternehmen speziell auf die Umsetzung des

DigitalPakts Schule spezialisiert, seine Devise lautet: „Technik folgt der Pädagogik“. Viola Klein ist Geschäftsführerin der Saxonia Systems Holding, Aufsichtsrätin der BMP AG und IT-Unternehmerin aus Leidenschaft: 1992 gründete sie mit Geschäftspartner Andreas Mönch das Saxonia Bildungsinstitut, das später in die Saxonia Systems AG aufging und 2020 von der ZEISS-Stiftung übernommen wurde.

Österreichischer Unternehmer unterstützt Förderpreis

„Digitalisierung und digitales Know-how sind wichtiger denn je. Genau hier setzt der Europäische Förderpreis Next Generation an, steht er doch für Sichtbarkeit des Wandels und innovative Projekte in Zeiten digitaler Bildung“, so Klemens Hallmann von der HALLMANN HOLDING. „Der Förderpreis legt den Fokus im Jahr 2021 auf vernetzte Schulen, virtuelle Klassenzimmer und adaptives Lernen. Wir wollen Talente von morgen sowie Innovationen, die digitales Lernen vorantreiben, fördern und damit nachhaltigen Mehrwert für die Zukunft der Bildung in Europa stiften.“ Der österreichische Unternehmer unterstützt als Hauptpartner den Europäischen Kulturpreis bereits seit 2019. „Als Gründer und Alleineigentümer der international agierenden HALLMANN HOLDING ist es mir eine besondere Ehre, Jurymitglied des Europäischen Förderpreises zu sein. Es ist mir seit jeher ein großes Anliegen, mich für den Nachwuchs und die nächste Generation zu engagieren und in Bildung, Ausbildung und Qualität der Arbeit zu investieren.

Gute Bildung ist die Basis für eine engagierte Gesellschaft

Auch in diesem Jahr fungiert Model und Schauspielerin Barbara Meier als Schirmherrin für den Europäischen Förderpreis. „Auch wenn Erfolg nach außen hin manchmal so einfach erscheint, steckt dahinter ein hohes Maß an Selbstdisziplin und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen. Die junge Generation steht heute vor den großen Herausforderungen des digitalen Wandels, und dafür braucht sie die Unterstützung der gesamten Gesellschaft“, davon ist die ehemalige Mathematik- und Informatikstudentin überzeugt. „Natürlich dürften bei der digitalen Bildung Fächer wie Musik, Geschichte oder Kunst nicht vergessen werden, denn sie sind der Ausgleich zum harten Faktenwissen und damit die Basis, sich für unsere Gesellschaft zu engagieren, sei es im Umwelt- und Klimaschutz oder für faire Arbeitsbedingungen“.

Zum Europäischen Kulturpreis

Die Verleihung der Europäischen Kulturpreise in den verschiedenen Kategorien gilt seit vielen Jahren als kulturelles Highlight in den Veranstaltungskalendern. Die Verleihung fand unter anderem in der Dresdner Frauenkirche, in der Hamburger Elbphilharmonie und der Wiener Staatsoper statt. Sie ist eine wichtige Begegnungsplattform für die Bereiche Kunst, Wirtschaft und Politik. Mit den Preisen werden Persönlichkeiten, Initiativen, Künstler, Politiker und Institutionen für ihre herausragenden Verdienste und Leistungen um und für Europa geehrt.

Weitere Informationen zum Förderpreis, den Teilnahmebedingungen sowie zum Europäischen Kulturpreis finden Sie unter www.europaeischer-kulturpreis.de