Zur Eröffnung der Thüringer Landesausstellung „Welt übersetzen“ am 4. Mai 2022 auf der Eisenacher Wartburg, hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow die Einladung an die Präsidenten von Russland und der Ukraine ausgesprochen, doch ganz im Sinne des Eingangsportals von Schloss Friedenstein in Gotha Friedensgespräche zu beginnen.

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Dazu äußert sich Oberbürgermeister Knut Kreuch „Die 1642 bereits vor Baubeginn der größten frühbarocken Schlossanlage Europas durch den Erbauer Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha festgelegte Name FRIEDENSTEIN für seinen Schlossbau, ist seit fast 400 Jahren für ganz Europa und die Welt eine steinerne Verpflichtung, alles für den Erhalt des Friedens zu tun. Der Gothaer Friedenskuss ‚Friede ernähret und Unfriede verzehret‘ stellt in diesem Sinne mehr als nur vier Worte dar. Sie sind Auftrag und Verpflichtung.

 

Gebaut in den letzten Jahren des Dreißigjährigen Krieges, hat das Gothaer Wahrzeichen den Siebenjährigen Krieg, die napoleonischen Eroberungskriege, den Deutsch-Französischen Krieg und zwei Weltkriege aber auch den Kalten Krieg überstanden. Deshalb ist das Bauwerk zu Recht, wie es der Ministerpräsident formuliert, das Sinnbild sich zum Frieden zu treffen, Frieden auszuhandeln und Frieden zu wahren. Das stadtbildprägende Schloss in der Silhouette der mittelalterlichen Altstadt hat internationale Bekanntheit durch Kunst- und Naturaliensammlungen von Weltruhm, aber auch durch den Friedensauftrag im Namen.

 

Es wäre gut, wenn im Schutz dicker Mauern, beim Blick in die Bücher aus Russland und der Ukraine in der Bibliothek der Ernestiner oder beim Anblick der wertvollen Gemäldegalerie mit seinen Bildern von Cranach oder dem Gothaer Liebesspaar, Inspiration zum Frieden gegeben werden könnten. Die Hoffnung auf Frieden ist die schönste Gabe, die der Mensch besitzt. Schöner ist nur selbst alles für den Frieden zu geben.“.

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